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Dienstag, 15. Juni 2010

All-in-Two

Schon seit ein paar Tagen sind diejenigen, die noch mit guten Augen im Netz unterwegs sind, irritiert von einem orangefarbenen Fliegendreck auf meinen Avatarbilderchen. Ein genauerer Blick zeigt: Der Fliegendreck ist das Logo der populären Linux-Distribution Ubuntu.

Und was will uns der bis zum Beweis des Gegenteils mutmaßliche Künstler damit sagen? Schließlich ist er seit Jahren bekennender Mac-User, so sehr, dass er vorübergehend sogar seinen Dell Mini 9 zum Hackintosh machte...

Nun, der Trend geht zum Zweitsystem (oder, wenn wir den Mini mit einrechnen, zum Drittsystem). Während der Mac Mini ausgeschaltet neben dem Monitor auf meinem Schreibtisch steht, hat sich ein ASUS EeePC von hinten an selbigen herangewanzt und klebt seit heute Abend an der Rückseite des Monitors. (Der hat zum Glück zwei Eingänge, wodurch mir mühsames Gefrickel beim Rechnerwechsel erspart bleibt.)

Und so habe ich den Abend nach einem ziemlich anstrengenden (und mich deshalb an dieser Stelle auch etwas sprachlos machenden) Fortbildungsdings damit verbracht, dem Asus ein anständiges Betriebssystem (Ubuntu 10.4, 64bit) beizubringen - und mir, wie man dem proprietären nVidia-Treiber mitteilt, er solle doch die volle Auflösung des Monitors ansteuern (Hinweis: Bildwiederholfrequenz von "auto" auf 60 Hz umstellen, dann klappt's auch mit dem Nachbarn Monitor!).

Soweit ist der Asus genau das, was er sein soll: ein kleines, leises, hoffentlich stromsparendes Maschinchen für die quelloffenen Momente des Lebens. Für die anspruchsvolleren Aufgaben habe ich ja den Mac. Und damit gute Nacht!

Update: Und das ist auch die Nacht, in der OSX auf die Version 10.6.4 aktualisiert wird. Aber das muss an dieser Stelle wahrscheinlich bis morgen warten.

6 Kommentar(e):

Georg K. hat gesagt…

http://eeebuntu.org/ nur mal so in den Raum gestellt.

Konstantin Klein hat gesagt…

Und wozu sollte ich das brauchen? eeebuntu ist doch ein Netbook-Linux. Auf meinem 1920x1080- (oder was auch immer die Auflösung jetzt auch ist) Riesenbildschirm kommt sich sowas doch eher verloren vor, oder?

Auf dem Dell Mini läuft übrigens auch die Normalversion von Ubuntu, aber in 32bit. Irgendwie kann ich mich mit diesen Netbook-Remixes nicht so recht anfreunden.

Georg K. hat gesagt…

Ok, ich bin verwirrt. Ich las da doch Asus eeepc und da dachte ich an das was mal eeebuntu hieß, jetzt aber unter dem Arbeitstitel EB4.0 auf debian aufbaut und in 12 Tagen einen neuen Namen bekommt (und auf meinem eeepc werkelt). Ist zwar noch Beta, aber da die "Devs" den Anspruch haben sich vom reinen Netbook Betriebssystem zu lösen sollte es auch mit großen Größen irgendwie klar kommen :)
Allerdings gibt es das bisher auch nur in32 Bit, was mich bisher vom Desktopeinsatz abgehalten hat. (In der Virtualbox von win7 hab ich es nicht zum laufen gebracht)

Oswald Prucker hat gesagt…

Ich nutze Ubuntu und seine Programme sehr viel und bin eigentlich immer begeisterter. Ich bin damit oft deutlich produktiver, als mit dem üblichen PC-Zeugs und es sieht auch viel besser aus als der Redmonder Kram. Mit anderen Worten: Meine quelloffenen Momente sprudeln (mehr Wortspiel geht um die Zeit nicht mehr).
Viel Spaß mit dem Koala!

Konstantin Klein hat gesagt…

Vielen Dank! Den Spaß habe ich aber nicht mit dem Koala, sondern mit dem Luchs: 10.4.

2007 habe ich Ubuntu verlassen, weil es mir im vergleich mit OSX doch etwas rauh an den Kanten vorkam. Inzwischen hat Ubuntu aber gewaltig aufgeholt und ist für mich eine ernsthafte Alternative.

Oswald Prucker hat gesagt…

Tja, in Zoologie war ich schon immer schlecht. Dabei nutze ich auch den Luchs. Beinlich.

Ich bin etwa 2007 auf Ubuntu gestoßen. Das human theme war wirklich altbacken, aber die anderen Themes, die man mit wenigen Mausklicken einstellen konnte, waren cool.

Nach etwas rumspielen und - natürlich - Treiberfrickeln (Drucker und Scanner) war ich dann vor allem von der Nutzbarkeit ziemlich angefixt. Mit jeder Version ging dann alles immer einfacher und logischer.

Wirklich vermissen tue ich nix.

Wie du schreibst: "ernsthafte Alternative". Und vor allem eine willkommene Abwechslung vom dienstlich angeordneten Windows.

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